Fanizani Akuda

* 11. November 1932 in Sambia U 5. Februar 2011 in Chitungwiza/Zimbabwe

Biographie

Fanizani Akuda, vom Volk der Chewa stammend, verlie 1949 sein Heimatland Sambia und arbeitete in Zimbabwe als Baumwollpflcker, Korbflechter und Ziegelstecher. Dann hrte er von der Knstlerkolonie Tengenenge, wo deren Grnder und Leiter Tom Blomefield ihn zunchst als Saisonarbeiter im Steinbruch einsetzte. „Als ich mein Ziel von 30 Tonnen Serpentinstein fast erreicht hatte, gab Tom mir eine Kiste mit funkelnagelneuem Werkzeug fr die Bildhauerei. Da begann ich zu meieln, weil Tom dies wirklich so wollte. Er ermunterte uns, so zu arbeiten, wie es von Herzen kam.Wir alle hatten verschiedene Wege, uns in Stein auszudrcken. Ich arbeitete zusammen mit groen Knstlern wie Henry Munyaradzi und Bernard Matemera, aber wir kopierten einander niemals. Seit damals bin ich Vollzeit-Berufsknstler. Es war eine gute Zeit. Ich schickte meine Kinder zur Schule und zog sie mit dem Geld auf, das ich mit den Skulpturen verdiente.“

Fanizani war von 1967 bis 1979 Mitglied des Knstlerdorfes Tengenenge, seitdem lebte er mit seiner Familie in einem Township-Haus in Chitungwiza bei Harare. Er ist ein Beispiel dafr, dass die sogenannte „Shona-Kunst“ nicht nur von Angehrigen dieser grten simbabwischen Volksgruppe geschaffen wird.

Stil

Fanizani Akuda gehrte zur ersten Generation moderner Bildhauer Simbabwes. Er ist berhmt fr seine schmunzelnden Gesichter, pfeifenden Mnner und glcklichen Familien, seine in sich ruhenden Tiere, alle in einfachen Linien und Grundformen. Seine Werke sind sanft und humorvoll, konstant lchelnd, mit mysteris geschlitzten Augen – „weil ich Angst hatte, beim Meieln Steinsplitter in die Augen zu bekommen.“ (Celia Winter-Irving: „Tengenenge-Art; Sculpture and paintings“). Immer und berall rund, mal breit lachend, mal pfiffig den Mund gespitzt, strahlen Fanizanis Skulpturen einen groen Optimismus und eine in sich ruhende, fast kindliche Heiterkeit aus, die jeden Betrachter in ihren Bann zieht. Sie sind ein Inbegriff afrikanischer Lebensfreude, ohne je folkloristisch zu wirken.

Auswahl internationaler Ausstellungen